· Home
· Tickets & Infos
· News
· U2 Pictures
· All Tours History
· Personal Charts
· U2 Shop
· Contact
· Recommend us
 The legendary U2 Popmart live from Mexico City is now available on DVD!
Yesterday in 1980 Nite Club, Edinburgh 1981 The Ritz, New York 1984 Westfalenhalle, Dortmund 1992 Palacio De Los Deportes, Mexico City 1997 Louisiana Superdome, New Orleans 2005 Madison Square Garden, New York Today in 1980 Brady's, Liverpool 1981 The Ritz, New York 1983 Festival Hall, Osaka 1987 Antone's, Austin 1987 Frank Erwin Center, Austin 1992 Palacio De Los Deportes, Mexico City 2001 NBC Studios, Burbank 2004 Empire Fulton Ferry State Park, New York 2005 Madison Square Garden, New York Tomorrow in 1983 Seto-shi Bunka Center, Seto City 1987 Tarrant County Convention Center, Fort Worth 1989 Sports Arena, Yokohama 1993 JJJ FM Radio, Sydney 1997 Alamodome, San Antonio 2000 Globo Studios, Rio de Janeiro 2001 America West Arena, Phoenix 2002 American Airlines Arena, Miami 2007 Union Chapel, Islington
New U2 photos





| |
|
| U2 Elevation Tour
Elevation Tour 2nd leg: Europe
2001-07-15: Olympiahalle - Munich, Germany
<<< 2001-07-13 - Cologne | 2001-07-17 - Paris >>> Bono badet im Meer der Begeisterung (german) by Courtesy of AZ Online (published on 2001-07-16)
Source: Augsburger AllgemeineU2 setzen in München neue Maßstäbe in Sachen Jubel
Von unserem Redaktionsmitglied Ronald Hinzpeter
München
Besser hätten U2 den Titel ihrer aktuellen Tournee nicht wählen können: Unter dem Banner „Elevation“ ziehen sie um die Welt und wahrhaft erhebend war, was sie in der randvollen Münchner Olympiahalle auf die Bühne stellten. Die vier Iren haben sich von der Gigantomanie früherer Jahre verabschiedet und gerade deshalb ein gigantisches Konzert gespielt.
Gut, dass Sänger Bono Vox auf der Bühne stehen und dafür gutes Geld kassieren kann. Müsste er sich in die Masse vor der Rampe einreihen und dafür zahlen, würde er wohl daheim bleiben. Zumindest ließ er vergangene Woche wissen, 140 Mark für eine U2-Karte wären ihm zu viel. Den Fans ist ihre Band lieb und ausgesprochen teuer, aber die „Elevation“-Show lohnt jede Mark. Wo sonst werden schon charismatische Prediger im Doppelpack geboten, denn im Vorprogramm preisen Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims bei mäßigem Sound, aber guter Stimmung die Wege des Herrn.
Was allerdings wahre Ausstrahlung ist, kann der Nachwuchs-Jünger von Bono lernen. Ohne die übliche dramatische Dunkelheit zu Beginn schlendert er mit der Band bei vollem Hallenlicht ans Mikrofon und das Publikum liegt ihm die nächsten zwei Stunden zu Füßen. Ein gewaltiger Laufsteg in Form eines Herzens umschließt die Bühne, die Spitze ragt weit in die Masse hinein - ein Bild von hochsymbolischer Kraft: Mit Liebe, Pathos und ungebrochener Energie treffen U2 mitten ins Herz.
Natürlich tragen die vier Gutmenschen aus Dublin gerne dick auf, doch dem hypnotischen Sog eines solchen Auftritts kann sich auch der hartherzigste Kritiker nicht entziehen. Wenn Bono vorne an der Rampe steht und bei „Where The Streets Have No Name“ um ihn herum die Arme wogen wie ein reifes Weizenfeld, wenn jeder in der Halle wippt, tanzt und singt, dann kriecht unweigerlich ein Gänsehaut-Schauer den Rücken rauf und runter. Bono badet in der Begeisterung, saugt sie auf und wirft sie mit großer Geste wieder in die Menge. Er wetzt als Marathon-Mann über den Steg, albert mit Gitarrist The Edge herum, spielt mit ihm Stierkampf - und die ganze bleierne Ernsthaftigkeit der Band verdampft in der Hitze der eigenen Spielfreude.
Offenbar haben U2 endlich wieder Bodenhaftung bekommen. Mussten sie im vergangenen Jahrzehnt in gewaltigen Open-Air-Inszenierungen den Amoklauf der Konsumgesellschaft auf die Spitze treiben (um selbst auch ein bedeutender Teil davon zu sein), haben sie die Show auf ein verträgliches Maß zurückgestutzt: Für jeden Musiker eine eigene Video-Leinwand, ein paar Farb- und Filmprojektionen und viel weißes Licht. Das reicht, die Musik hat sich ihr Terrain zurückerobert. Jetzt klingen U2 wieder stärker wie früher: weit gespannte Refrains, flirrende, singende Gitarrentöne und ein pumpender Rhythmus - so tönt sonst niemand auf dem Globus. Die vier spielen bemerkenswert leise und gehen streckenweise fast unter im betäubenden Jubel-Lärm.
Das Repertoire bietet viel Neues von „All That You Can’t Leave Behind“ und eine sehr gute Auswahl von alten Stücken, davon allein drei vom dritten Album „War“. Das rechtfertigt schon einen Gutteil des Eintrittspreises. Mit „Walk on“ treten die vier schließlich ab und lassen einen Haufen glücklicher Menschen in der Olympiahalle zurück. back
|
|
|